| Kobudo Der Name Kobudo setzt sich aus den Wortteilen "Ko" (klein) und "Budo" (Kampfkünste) zusammen. Es sind also die kleinen Kampfkünste. Gemeint sind damit die Kampfkünste, die nicht von den Rittern entwickelt wurden, sondern von Bauern oder Mönchen. Die Mönche z.B. gingen sehr viel auf Wanderschaft und nutzten dabei einen langen Stab als Wanderhilfe. Doch da sie nicht vor Überfällen geschützt waren, lernten sie den anderstab als Waffe zu benutzen. |
![]() KO |
| So entstanden die Langstockkampftechniken. Oder die Bauern litten unter der manchmal ungerechten Dominanz der Ritter. Es war ihnen verboten, Waffen zu tragen bzw. überhaupt zu besitzen. So blieb ihnen in ihrer Not nur übrig, ihre Arbeitsgeräte zu Waffen umzufunktionieren. Auf diese Weise wurden z.B. Mistgabel (Sai), Sichel (Kama), Dreschflegel (Nunchaku) und Sense (Tonfa) zu recht effektiven Waffen. |
![]() BU |
| Die in Deutschland übliche Waffenpalette beim
Kobudo ist Bo (Langstock), Jo [manchmal auch mit dem philippinischen Begriff Arnis bezeichnet] (Kurzstock), Sai (aus Mistgabel entwickelt), Tonfa (aus Sensen- oberteil entwickelt) und Kama (aus Sichel entwickelt). Das bei uns praktizierte Kobudo hat noch Teile aus dem Iaido (Kunst des Schwertziehens) eingefügt. |
![]() DO |
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| Sai | Langstock | Kama | Tonfa |
Ursprünglich besaß Kobudo nicht den Anspruch, zu
geistiger Reife zu führen, da es lediglich
der Verteidigung des Waffenträgers diente. Aber heutzutage greifen praktisch alle Kampfkünste
das Ziel geistige Reife auf.