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    Hilftstrainerfahrt zum Phantasialand                                                    Juni 2010

Die, die auszogen, um das Fürchten zu lernen

Man sollte meinen, dass für gewöhnlich an einem Sonntag im Phantasialand die Hölle los ist und die Warteschlangen sich um mindestens 10 Monitore mit Zeitanzeiger und gefühlte 23 Kurven winden. Aber nicht so an diesem Sonntag, dem 13.6. Warum? Ganz einfach, hier ein Tipp für alle, die mit ihrem Phantasialandbesuch weitere 4 Jahre warten können: Man wähle das Datum des Eröffnungsspiels der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft und schon sind Besucherzahlen sehr überschaubar und Warteschlangen quasi nicht vorhanden. Wahoo für unsere Truppe an Trainern und Hilfstrainern, die auszogen, um das Fürchten zu lernen.

Nach einer schnellen und umkomplizierten Einteilung in Kleingruppen wurden zunächst zielstrebig die Hauptattraktionen angesteuert. Warum sich nicht direkt 75m - gefühlte 300m - in die Höhe schießen lassen? Sicher doch! Wer hierbei nicht zwischendurch ein mulmiges Gefühl hatte und sei es auch nur bei der Ankündigung „oben wird einen das Böse erwarten“, was in manchen Teilnehmern sehr merkwürdige Assoziationen auslöste, der schwindelt. Eine weitere immer währende Attraktion war der Lockruf der Achterbahnen. Zwischendurch stand die Welt immer wieder Kopf, schief,  in Seitlage oder auch eher kreisig - „Kann ich die Augen wieder aufmachen?“.

Da man aber nicht den ganzen Tag nur Achterbahn fahren kann - ok, manche Gruppen konnten schon, aber das war auch eher die Ausnahme - wurde ein  ausgewogenes Programm angestrebt, wie z.B. durch Boot fahren mit Wasserpistolen - „Warum mussten wir während der Fahrt sitzen bleiben? Ich hätte zu gerne das Boot gekentert…“ (wissen wir Dietmar ;)) oder auch die minimal mit Klischees behaftete Lehrfahrt durch die Silbermine. Für jeden war genug abwechslungsreiches Programm dabei - von der Stundshow, bis über schlechte Magier hin zum 4D Kino und attackierenden Hummeln und Fledermäusen.Nachdem ein gemütliches gemeinsames Mittagessen eingenommen wurde - für die meisten gab es an diesem Tag doch recht schmackhafte chinesische Nudeln und ein erfrischendes Getränk - ging es dann doch wieder zurück auf die Achterbahn.„Lass uns zur Black Mamba! Aber diesmal fahren wir vorne!!!“ - „Wir haben doch grade erst gegessen…!“

 - „Deswegen ja!“ Der ein oder andere hat sicherlich immer noch das „Oooo-Iiiiii-Ooooo“ im Ohr, wenn er an die Startsequenz der Black Mamba zurückdenkt, so oft hat man den Sound an diesem Tag gehört. Doch bei aller Aktion wurde in den Gruppen auch immer darauf geachtet, dass alle etwas davon hatten und niemand zu etwas gezwungen wurde - höchstens liebevoll überredet.Als uns allerdings beim Ausgang der Wasserbahn sehr SEHR nasse Menschen entgegen kamen, hatten nur noch die Hilfstrainer den Wagemut sich auf die Wassermassenlotterie einzulassen: sechs Teilnehmer klatsch nass, einer trocken - „Haha!“ Oder es begab sich das Szenario: „Valentin, warum bist du soooo nass?“ - „Die anderen waren gemein und haben mich bei der Wasserbahn als Schild benutzt!“

So was kann passieren, wenn man mit Kampfsportlern einen Ausflug macht.Alles in allem war die Begeisterung und Abwechslung, die der Aufenthalt im Phantasialand uns geboten hat, ziemlich groß, doch werden wir versuchen im nächsten Jahr wieder etwas länger alle zusammen wegzufahren, damit die gute und lustige Zeit noch länger anhält.