Man
sollte meinen, dass für gewöhnlich
an einem Sonntag im Phantasialand die Hölle los ist und die
Warteschlangen sich
um mindestens 10 Monitore mit Zeitanzeiger und gefühlte 23
Kurven winden. Aber
nicht so an diesem Sonntag, dem 13.6. Warum? Ganz einfach, hier ein
Tipp für
alle, die mit ihrem Phantasialandbesuch weitere 4 Jahre warten
können: Man
wähle das Datum des Eröffnungsspiels der Deutschen
Fußballnationalmannschaft
bei der Weltmeisterschaft und schon sind Besucherzahlen sehr
überschaubar und
Warteschlangen quasi nicht vorhanden. Wahoo für unsere Truppe
an Trainern und
Hilfstrainern, die auszogen, um das Fürchten zu lernen.
Nach
einer schnellen und umkomplizierten
Einteilung in Kleingruppen wurden zunächst zielstrebig die
Hauptattraktionen
angesteuert. Warum sich nicht direkt 75m - gefühlte 300m - in
die Höhe schießen
lassen? Sicher doch! Wer hierbei nicht zwischendurch ein mulmiges
Gefühl hatte
und sei es auch nur bei der Ankündigung „oben wird
einen das Böse erwarten“,
was in manchen Teilnehmern sehr merkwürdige Assoziationen
auslöste, der
schwindelt. Eine weitere immer währende Attraktion war der
Lockruf der Achterbahnen.
Zwischendurch stand die Welt immer wieder Kopf, schief, in Seitlage oder auch eher
kreisig - „Kann ich
die Augen wieder aufmachen?“.
Da
man aber nicht den ganzen Tag
nur Achterbahn fahren kann - ok, manche Gruppen konnten schon, aber das
war
auch eher die Ausnahme - wurde einausgewogenes Programm angestrebt, wie z.B. durch Boot
fahren mit
Wasserpistolen - „Warum mussten wir während der
Fahrt sitzen bleiben? Ich hätte
zu gerne das Boot gekentert…“ (wissen wir Dietmar
;)) oder auch die minimal mit
Klischees behaftete Lehrfahrt durch die Silbermine. Für jeden
war genug
abwechslungsreiches Programm dabei - von der Stundshow, bis
über schlechte
Magier hin zum 4D Kino und attackierenden Hummeln und
Fledermäusen.Nachdem
ein gemütliches
gemeinsames Mittagessen eingenommen wurde - für die meisten
gab es an diesem
Tag doch recht schmackhafte chinesische Nudeln und ein erfrischendes
Getränk -
ging es dann doch wieder zurück auf die
Achterbahn.„Lass
uns zur Black Mamba! Aber
diesmal fahren wir vorne!!!“ - „Wir haben doch
grade erst gegessen…!“
-
„Deswegen ja!“ Der ein oder andere hat sicherlich
immer noch das
„Oooo-Iiiiii-Ooooo“ im Ohr, wenn er an die
Startsequenz der Black Mamba
zurückdenkt, so oft hat man den Sound an diesem Tag
gehört. Doch bei aller
Aktion wurde in den Gruppen auch immer darauf geachtet, dass alle etwas
davon
hatten und niemand zu etwas gezwungen wurde - höchstens
liebevoll überredet.Als
uns allerdings beim Ausgang
der Wasserbahn sehr SEHR nasse Menschen entgegen kamen, hatten nur noch
die
Hilfstrainer den Wagemut sich auf die Wassermassenlotterie einzulassen:
sechs
Teilnehmer klatsch nass, einer trocken - „Haha!“
Oder es begab sich das
Szenario: „Valentin, warum bist du soooo nass?“ -
„Die anderen waren gemein und
haben mich bei der Wasserbahn als Schild benutzt!“
So was
kann passieren, wenn
man mit Kampfsportlern einen Ausflug macht.Alles
in allem war die Begeisterung und Abwechslung, die der Aufenthalt
im Phantasialand uns geboten hat, ziemlich groß, doch werden
wir versuchen im
nächsten Jahr wieder etwas länger alle zusammen
wegzufahren, damit die gute und
lustige Zeit noch länger anhält.